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Aktuelles:

 

Diskussion zum Stasi-Gelände

 

Presseinformation 5/2017

 

 

Rückkehr zur Platzidylle von 1900 am Ort der politischen Repression in Berlin-Lichtenberg ist ahistorisch
Nachbesserung bei Platzneugestaltung am ehemaligen Stasi-Gelände gefordert


Der ausgewählte Gutachterentwurf zum Roedeliusplatz am ehemaligen Stasi-Gelände blendet nach Auffassung des Bürgerkomitees 15. Januar e.V. die problematische Nachkriegsgeschichte aus. Der Roedeliusplatz war ein zentraler Ort der kommunistischen Repression. Der vorgelegte Plan meint, einfach an die Platzidylle Anfangs des 20. Jahrhunderts anknüpfen zu können und ist ahistorisch.


Am Roedeliusplatz befand sich das Gründungsgebäude des Staatssicherheitsdiensts der DDR, einer der größten politischen Geheimpolizeien Europas. In der Schottstrasse war ein Haftkeller der sowjetischen Geheimpolizei. An der Ecke zum Platz befand sich in der Magdalenenstraße auch das zentrale sowjetische Militärtribunal (1945 - 1955), das für hunderte Todes- Deportations- und Langstrafurteile in der gesamten Sowjetischen Besatzungszone verantwortlich war. Diese richtete sich zunächst gegen wirkliche oder vermeintliche Kriegsverbrecher, zunehmend aber auch gegen Gegner der kommunistischen Diktatur, darunter zahlreiche Sozialdemokraten.

Das Stadtbezirksgericht in Lichtenberg an der Untersuchungshaftanstalt II des MfS war eines der wichtigsten Orte der politischen Justiz der DDR. Die Glaubenskirche in der Mitte des Platzes war andererseits auch ein Symbol des Widerstehens und von Widerstandshandlungen während der DDR-Diktatur. Diese Nachkriegsgeschichte kann man nicht einfach wegretouchieren.


Der Rodeliusplatz sollte am Übergang vom 19. Auf das 20. Jahrhundert zum zentralen Ort der neuen Stadt, dann des Stadtbezirkes Lichtenberg werden. Die Entwicklung nach 1945 mit dem hypertrophen Wachstum des MfS hat diese Entwicklung verhindert. Insofern symbolisiert der Platz die Reibungsfläche zwischen Diktatur und Gesellschaft.

 

Im Rahmen des "Entwicklungsgebietes Frankfurter Allee Nord" war von einem Entwicklungsträger ein Wettbewerb ausgeschrieben und vor einigen Tagen von einer Jury entschieden worden. Die Entwürfe berücksichtigten nicht die wechselhafte Geschichte des Ortes. Entsprechend dem jetzt ausgewählten Plan soll der Platz in den kommenden zwei Jahren umgestaltet werden.

 

Das Bürgerkomitee 15. Januar e.V. erneuert seine Forderung zur Nachbesserung der Planung für diesen historisch wichtigen Ort.

 

 

 

Erreichbarkeit:

Bürgerkomitee 15. Januar e.V. Berlin

Der Vorstand

Ruschestr. 103, Haus 1, 10365 Berlin-Lichtenberg

www.Buergerkomitee1501berlin.de

Buergerkomitee_1501_berlin@web.de

0171-5311140

 

 

s.auch 

 

http://buergerkomitee1501berlin.de/mfs-gelaende/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veranstaltungen 2017

Demnächst:

 

 

3. Dezember 15.30 Uhr  

Stasi contra Berlin-Lichtenberg

Geländeführung

Treffpunkt

Haus 1 Ruschestraße

 

 

 

 

 

 

 

Rückschau:

14. November 2017

 
Die Haftanstalt in der Magdalenenstraße
oder wie die Stasi nach Lichtenberg kam- vom NKWD zur Stasi

 

17. Oktober  2017  1

 

Der Traum ist aus. Nikaragua heute.

 

19. August 2017  

 

Führung über das Stasi-Gelände

 

13. Juni 2017 18.30 Uhr 

Spur der Steine, DEFA-Film 1966

mit Manfred Krug,  Regie Frank Beyer,

Einführung: Ralf Schenk, DEFA-Stiftung

 

Spur der Steine

 

24. Mai 2017

Abreißen, Bewahren, Umgestalten?

 

Zur Zukunft  des ehemaligen Stasi-Geländes in Berlin -Lichtenberg

 

 

 

 

25. April 2017 19.00 Uhr  

Prof. Martin Sabrow: Erich Honecker. Das Leben davor
1912-1945. Teil eins einer Biographie

 

 

28. März 2017

„Die braune Saat“  

Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus in der DDR

Buchvorstellung von Harry Waibel

 

 

18. Januar  2017

Prof. Johannes Weberling: 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz

 

15. Januar 2017 

Zum Jahrestag des Sturms auf die Stasi-Zentrale in Berlin

 

Die Stasi-Rolle

 

Geländeführung und Reportagen von SPIEGEL-TV auf dem Stasi-Gelände in Berlin Lichtenberg

 

16.12.2016 

Filme von Andrej Wajda

mit Wolfgang Templin

 

 

9. 11.2016

Vortrag

 Berlin: Eine Stadt mit tausend Gesichtern

Historische Stadtspaziergänge auch zur DDR und Stasi- Geschichte  in einer europäischen Metropole

Der Gast: Dr. Martin Jander

  

Oktober 2016

Dr. Helmut Müller-Enbergs: Geheimdienste im Kalten Krieg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der 15. Januar 1990: Das Ereignis. Die Hintergründe.

 

Am 15. Januar 1990 überschlugen sich in der DDR die Ereignisse. Im Ergebnis drängten Ostberliner Demonstranten auf ds einst hermetisch abgeriegelte Gelände der DDR-Geheimpolizei, der Staatssicherheit. Das Bürgerkomitee 15. Januar gründete sich. Am Tag hatte die Opposition die Regierung bedrängt, die Stasi schneller aufzulösen. Bürgerkomittees aus der DDR, die dort schon die Bezirksverwaltungen der Staatssicherhiet besetzt hielten, ertrotzten am Nachmittag auf dem Gelände eine Sicherheitspartnerschaft. Am frühen Abend hatte die Bürgerbewegung "Neues Forum" zu Demonstration vor den Toren in der Ruschestraße in Lichtenberg aufgerufen.....

Das Ereignis, die Hintergründe, die Einordnung und was mit den Stasi-akten geschah diskutierten Experten und Zeitzeugen in 2005 auf dem Gelände.

Die Diskussion bietet noch heute einen differenzierten und plastischen Einblick in die damaligen Ereignisse, die weltweit beachtet wurden.

Foto:ZöllnerFoto:Zöllner

 

 Ende einer Dienstzeit-das Ende der Stasi

 

Die Zusammenfassung einer Veranstaltung zur Geschichte des 15. Januar 1990[1] am 15.1.2005 in Berlin auf dem ehemaligen Stasi-Gelände

 

 

 

 

 

Der 15. Januar 1990 ist inzwischen ein Mythos geworden. Die Öffnung der Zentrale eines einst gefürchteten Unterdrückungsapparates einer Diktatur, diese Sesam-öffne-dich-Situation ist durchaus  fantasieanregend. Vielleicht blühen auch daher gelegentlich die Mythen. Vieles ist zwischenzeitlich wissenschaftlich geklärt, wenn auch keineswegs alles. Deswegen zuerst die fundierten Erkenntnisse. Manches ist noch offen, weil nicht mit Akten zu klären. Daher kommen hier Zeitzeugen und Experten zu Wort.

 

 

Vorgeschichte der Ereignisse in der DDR und Ostberlin

Vorgeschichte der Demoinstration

Der Tag, als..........

Aktenverluste zur Stasi-Zeiten

Die Aktensicherung und Vernichtung der elektronischen Datenträger nach der Besetzung

Teilnehmer der Diskussion

 

 

Flugblatt zur Aktionskundgebung, Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft

 

 

 

Bildergalerie

Fotos Ralf Zöllner:  Demonstration  in der Stasizentrale am 15. Januar 1990

Bildergalerie Wachstum und Ende eines Moloch