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Aktuelles:

 

Stellungnahme zur heutigen Abgeordnetenhausdebatte über das ehemalige Stasi-Gelände in Berlin Lichtenberg

 

 

22.3.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelles Dokument: Zum Freiheitsdenkmal

 

Wolfgang Thierse – Günter Nooke – Florian Mausbach – Günter Jeschonnek

 

Veranstaltungen 2018

 

Führung:

nach Anmeldung

oder 5. August

15.30 Uhr

Stasi contra Kiez-

Stasi-Führung am ehemaligen Stasi-Gelände

Anmeldung: 

bueko_1501_berlin@web.de

 

 

Rückschau: 

 

MITTWOCH, 4. JULI 2018 UM 18.00 UHR

 DDR GESCHICHTE-ZEITZEUGEN

MARTIN BRAMA  nach Protesten gegen den Einmarsch der Warschauer Pakt-Staaten im August 1968  verurteilt.

 

 

 

MITTWOCH, 13. JUNI 2018, 18.00 Uhr

Der Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953

ein Zeitzeuge berichtet mit dem Journalisten und Publizisten LUTZ RACKOW (Jg. 1932; Berlin)

 

 

 

Rückschau:

3. Juni  2018 15.30 Uhr

 

Stasi-Führung am ehemaligen Stasi-Gelände

Stasi contra Kiez-

 

Anmeldung: bueko_1501_berlin@web.de

12. April 2018. 18.30 Uhr 

 

Sexueller Missbrauch in der DDR

Historische, rechtliche und psychologische Hintergründe des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen in der DDR

Vorstellung der ersten fundierten Studie zum Thema

 

Die Verantwortlichen der SED-Diktatur haben alles getan, ihr Land als „Staat der Jugend“ erscheinen zu lassen. Verschwiegen wurden die Schattenseiten menschlichen Zusammenlebens, die in jeder Gesellschaft auftreten. In der DDR wurde das Thema sexueller Missbrauch systematisch totgeschwiegen. Fälle, die  der nicht aufgedeckt oder gar vertuscht wurden, gaben dem Täter die Gelegenheit zu neuen Missbräuchen.

Das ist die Bilanz der Autorengruppe, die sich erstmals versucht hat, diesem schwierigen Thema der DDR-Geschichte anzunähern.

 

Autoren.

Die Autoren beschäftigen sich seit Jahren mit den Verletzungen von Menschenrechten durch die SED-Diktatur und ihren Folgen bis heute.

Dr. rer. pol. Christian Sachse, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG), Veröffentlichungen zum Forschungsfeld „Opfer der SED-Diktatur“, darunter zu Jugendhilfe und Kinderheimen, politischen Gefangenen und Zwangsarbeit. 

Stefanie Knorr, Diplom-Psychologin, ist Mitarbeiterin der Beratungsstelle "Gegenwind" für politisch Traumatisierte der SED-Diktatur, Veröffentlichungen zu den psychischen und sozialen Folgen politischer und institutioneller Repression unter der SED-Diktatur. 

Benjamin Baumgart, Volljurist, ist juristischer Berater der Beratungsstelle der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG).

 

Moderation: Christian Booß

 

Termin und Ort : 
Donnerstag, 12. April 18.30 Uhr
ehemaliges Stasi-Gelände
Haus 1 (linker Aufgang)
Raum 614
Ruschestr. 103, 10365 Berlin-Lichtenberg, U-Bahn Magdalenenstraße

 

Eine VA des Bürgerkomitee 15. januar e.V. in Kooperation mit der ASTAK e.V. /Stasimuseum unterstützt vom Verband politisch Verfolgter der Kommunismus e.V.(VPVDK)

 

Donnerstag, 1. März 2018,  18.30 Uhr

Einst als Bürgerrechtler gehätschelt, jetzt als „AfD-Anhänger“ verpönt?

Podiumsdiskussion mit:

Siegmar Faust, Werner Schulz, Konstantin von Hammerstein, Der Spiegel

Moderation: Margit Miosga

 

Januar 11.30 Uhr

Aktion Fehlschlag

Wie die Stasi vor 30 Jahren mit Massenverhaftung Ausreisewillige und Oppositionelle rund um die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration am 17. Januar 1988 bekämpfte und was daraus wurde…..

 

 15. Januar 13.30 Uhr

Bunker auf dem Stasi-Gelände Sonderführung

  

7. Dezember 2017 

 Tödliche Missverständnisse.

 

Fluchtversuche von DDR-Bürgern bis 1989 über Bulgarien  in den Westen

 

 

14. November 2017

 
Die Haftanstalt in der Magdalenenstraße
oder wie die Stasi nach Lichtenberg kam- vom NKWD zur Stasi

 

17. Oktober  2017  1

 

Der Traum ist aus. Nikaragua heute.

 

19. August 2017  

 

Führung über das Stasi-Gelände

 

13. Juni 2017 18.30 Uhr 

Spur der Steine, DEFA-Film 1966

mit Manfred Krug,  Regie Frank Beyer,

Einführung: Ralf Schenk, DEFA-Stiftung

 

Spur der Steine

 

24. Mai 2017

Abreißen, Bewahren, Umgestalten?

 

Zur Zukunft  des ehemaligen Stasi-Geländes in Berlin -Lichtenberg

 

 

 

 

25. April 2017 19.00 Uhr  

Prof. Martin Sabrow: Erich Honecker. Das Leben davor
1912-1945. Teil eins einer Biographie

 

 

28. März 2017

„Die braune Saat“  

Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus in der DDR

Buchvorstellung von Harry Waibel

 

 

18. Januar  2017

Prof. Johannes Weberling: 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz

 

15. Januar 2017 

Zum Jahrestag des Sturms auf die Stasi-Zentrale in Berlin

 

Die Stasi-Rolle

 

Geländeführung und Reportagen von SPIEGEL-TV auf dem Stasi-Gelände in Berlin Lichtenberg

 

16.12.2016 

Filme von Andrej Wajda

mit Wolfgang Templin

 

 

9. 11.2016

Vortrag

 Berlin: Eine Stadt mit tausend Gesichtern

Historische Stadtspaziergänge auch zur DDR und Stasi- Geschichte  in einer europäischen Metropole

Der Gast: Dr. Martin Jander

  

Oktober 2016

Dr. Helmut Müller-Enbergs: Geheimdienste im Kalten Krieg

 

 

Bürgerkomitee 15. Januar e.V. -  Berlin

 

 

 

INFORMATION 05/16

Stand 11.12.2016

 

 

 

Bürgerkomitee 15. Januar e.V. Berlin zur Personalie des designierten Staatssekretärs Andrej Holm

 

Der von der Linkspartei als Staatssekretär designierte Andrej Holm sollte seine Biographie offenlegen und bis zur Prüfung seinen Posten nicht antreten.

 

Die in der Öffentlichkeit losgetretene Diskussion um die Vergangenheit des möglichen Staatssekretärs in der Senatsverwaltung für Wohnen und Stadtentwicklung ist verständlich. Die SED ist in der DDR nie durch freie Wahlen an die Macht gekommen, sondern konnte ihre Macht nur durch Repression sichern. Daher fällt es bis heute immer noch vielen Menschen schwer, überhaupt zu akzeptieren, dass eine Partei, wie die Linkspartei, in Berlin mitregiert, die in rechtlicher und teilweise personeller Kontinuität zur einsteigen SED-Staatspartei steht.

 

Dies gilt umso mehr, wenn Regierungspersonal präsentiert wird, das möglicherweise gerade an repressiven Praktiken beteiligt war. Dies wäre gerade den vielen, die in der SBZ und der DDR unter dem System gelitten haben, in ihren Rechten beschränkt wurden, berufliche Nachteile hinnehmen mussten oder sogar in Haft saßen, nicht zuzumuten!

 

Andererseits sollte die Diskussion mit Sachlichkeit geführt werden. Pauschalverurteilungen ganzer sozialer Gruppen gehören zur rhetorischen Klamottenkisten von Populisten. Heute, mehr als 25 Jahre nach dem Ende der DDR, müssen wir darauf achten, dass bei solchen Debatten nicht Maßstäbe über Bord geworfen werden, die unser Gesellschaftssystem auszeichnen. Die Umstände haben sich geändert, Menschen können sich ändern, es gibt ein gesellschaftliches Gebot, auch Resozialisierung zu ermöglichen.

Allein die Tatsache, dass ein Jugendlicher oder Heranwachsender, der von seinem Elternhaus entsprechend beeinflusst wurde, beim MfS-Wachregiment Feliks Dzierzynski seinen Wehrdienst ableistete, eignet sich heute nicht mehr als KO-Kriterium. Die Angehörigen des Wachregimentes leitesten damals zwar ihren Fahneneid nicht auf die Verfassung, sondern auf die Partei. Aber der Fahneneid von Polizeioffiziersschülern und Bereitschaftspolizei- und NVA-Wehrdienstleistenden war  nicht unähnlich, viele von diesen wurden sogar im Herbst 1989 bei Demonstrationen eingesetzt und sind dennoch heute in vielen Funktionen, wie auch bei der Polizei tätig. Allerdings war das Wachregiment grundsätzlich auch eine Bürgerkriegsreserve, die Mitglieder wurden als MfS-Kader geführt.

 

Einzelne Angehörige von „Feliks Dzierzynski“  hatten aber auch hervorgehobene ideologische Funktionen, beispielsweise im Soldatensender, oder wurden operativ (geheimpolizeilich) eingesetzt. Das Wachregiment wurde als Kaderreserve für das MfS angesehen und Stasigeneral Mielke versuchte hier junge, motivierte, hauptamtliche Mitarbeiter zu rekrutieren.

 

Es zählt also weniger die Frage, ob jemand beim Wachregiment war, sondern was er dort und danach getan hat. Dies ist bei Andrej Holm derzeit noch vollkommen unklar.

 

Auf der Gehaltsliste des MfS, dem sogenannten Finanzprojekt (Fipro), das im Internet kursiert, ist ein Andrej Holm mit einem atypisch niedrigem Gehalt aufgeführt. Als MfS-Dienststelle ist die Nummer 15;53;00 genannt. Diese steht für die Auswertungs- und Kontrollgruppe (AKG) der Bezirksverwaltung Berlin, die für die Überwachung der Ostberliner zuständig war. Die AGKs gehörten beim MfS üblicherweise zum Leitungsbereich und sollten dafür sorgen, dass die MfS-Diensteinheiten der Linie von Mielke und Honecker folgten. Sie waren zuständig dafür, Informationen, die bei der Überwachung der Bevölkerung anfielen, zu sammeln, zu speichern, zu Auskünften und Dossiers zusammenzustellen. Falls der in der Liste genannte Andrej Holm von der AGK zum Studium delegiert war, unterstand er nach den üblichen Regularien des MfS einem Vorgesetzten bei der delegierenden Diensteinheit und war angehalten über Auffälliges aus dem Studienalltag zu berichten.

 

Es stellen sich also durchaus Fragen, die vor der Ernennung Andrej Holms zum Staatssekretär in Berlin geklärt werden sollten. Ein Staatssekretärsposten ist eine hervorgehobene Vertrauensstellung und die Linkspartei und der Senat insgesamt wären gut beraten, das Vertrauen in den Senat als Ganzes nicht von vornherein auf Spiel zu setzen, wenn sie derartige Fragen nicht eindeutig klären.

 

  

 

Dr. Christian Booß, i.V. für den Vorstand

 

PS. Nächste Veranstaltung des Bürgerkomitees 16. 122016: Andrej Wajda-Filme

www.Buergerkomitee1501berlin.de

Buergerkomitee_1501_berlin@web.de

 

 

Bildergalerie Wachstum und Ende eines Moloch