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letzte Meldung:

 

Stellungnahme zur Abgeordnetenhausdebatte über den Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

6.7.2017

 

http://www.buergerkomitee1501berlin.de/aktuelle-meldungen/

 

 

 

Veranstaltungen 2017

Demnächst:

 

19. August 2017  

 

Führung über das Stasi-Gelände

Anmeldung: Bueko-1501_berlin@web.de

 

 

 

 

 

Rückschau

 

 

13. Juni 2017 18.30 Uhr 

Spur der Steine, DEFA-Film 1966

mit Manfred Krug,  Regie Frank Beyer,

Einführung: Ralf Schenk, DEFA-Stiftung

 

Spur der Steine

 

 

 

24. Mai 2017

Abreißen, Bewahren, Umgestalten?

 

Zur Zukunft  des ehemaligen Stasi-Geländes in Berlin -Lichtenberg

 

 

 

 

25. April 2017 19.00 Uhr  

Prof. Martin Sabrow: Erich Honecker. Das Leben davor
1912-1945. Teil eins einer Biographie

 

 

28. März 2017

„Die braune Saat“  

Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus in der DDR

Buchvorstellung von Harry Waibel

 

 

18. Januar  2017

Prof. Johannes Weberling: 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz

 

15. Januar 2017 

Zum Jahrestag des Sturms auf die Stasi-Zentrale in Berlin

 

Die Stasi-Rolle

 

Geländeführung und Reportagen von SPIEGEL-TV auf dem Stasi-Gelände in Berlin Lichtenberg

 

16.12.2016 

Filme von Andrej Wajda

mit Wolfgang Templin

 

 

9. 11.2016

Vortrag

 Berlin: Eine Stadt mit tausend Gesichtern

Historische Stadtspaziergänge auch zur DDR und Stasi- Geschichte  in einer europäischen Metropole

Der Gast: Dr. Martin Jander

  

Oktober 2016

Dr. Helmut Müller-Enbergs: Geheimdienste im Kalten Krieg

19. August 2017  19.00 Uhr

 

Führung über das Stasi-Gelände

erstmals mit Munitionsbunker

in Zusammenarbeit mit dem Stasi-Museum, ASTAK e.V.

anlässlich der Langen Nacht der Museen

 

 

 

Anmeldung: Bueko_1501_berlin@web.de

 

17. Oktober  2017  18.30

Der Traum ist aus. Nikaragua heute.

Buchvorstellung mit Hannes Bahmann

 

November

 

Die Haftanstalt in der Magdalenenstraße

 

Vortrag: Peter Erler

                                                                   

 

 

  

Bürgerkomitee 15. Januar e.V. - Berlin

Verein zur Aufarbeitung von DDR-und Stasi-Geschichte 

 

Information 03/16

 

 

Bürgerkomitee ‚15. Januar‘ e.V. fordert Anhörung, Sanierungskonzept und neue Initiativen für das ehemalige Stasi-Gelände in Lichtenberg

23.10.2016

 

 

 

Das Bürgerkomitee e.V. mahnt an, dass in den laufenden Berliner Koalitionsverhandlungen und den Gesprächen zur Bildung des Bezirksamtes Lichtenberg auch Initiativen zum Gelände des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg festgelegt  werden.

 

In den letzten 26 Jahren ist es auf dem Gelände städteplanerisch nur wenig vorangegangen. Der Geist von Erich Mielke weht immer noch zu stark durch das Gelände.

 

Der DDR-Geheimdienst, war wahrscheinlich der größte in der kommunistischen Welt -bezogen auf die Bevölkerungszahl. Auch die radikale Auflösung dieses Geheimdienstes durch bürgerschaftliches Engagement dürfte weltweit einmalig sein. Es muss eine daher eine Lösung gefunden werden, die die Machtfülle des MfS nach wie vor erfahrbar macht, der Bedeutung des MfS und seiner Auflösung gerecht wird und dem Charakter einer Bildungs- und Gedenkstätte entspricht, ohne ein "Mielke-Mausoleum" zu sein.

 

Ferner muss das Gelände den langfristigen Interessen des sich dynamisch entwickelnden innenstadtnahen Bezirkes Lichtenberg entsprechen, und stärker in das Leben von Alt-Lichtenberg eingebunden werden.

 

 

Vorschläge im Einzelnen:

 

-Es ist endlich ein Sanierungskonzept zu erarbeiten und es sind entsprechende Sanierungsgebote durchzusetzen.

 

-Das derzeitige Angebot einer Open-Air-Ausstellung und der Gedenkstätte am ehemaligen Mielke-Sitz reichen nicht aus, um das Gelände dauerhaft zu stabilisieren und für Besucher attraktiv zu machen.

 

-Der Senat und das Bezirksamt Lichtenberg sollten zusammen mit dem Entwicklungsträger Bedingungen für städtebauliche Verhältnisse schaffen, die dem Ambiente gerecht werden. Neue Ideen sind gefordert.

 

-Man könnte beispielsweise einen Cluster aus Hochschulausbildungs-, Bildungs-, Fortbildungseinrichtungen, Jugendbegegnungsstätte, kommunalem Kino, Vereinen und privaten Firmen initiieren, die sich mit Fragen der Geschichtsaufarbeitung, der Museums- und Gedenkstätten- und Ausstellungspädagogik beschäftigen, und für entsprechende Gewerke für Ausstellungs-, PR, Internetdesign, etc. Räume bereitstellen. Auch Einrichtungen, Vereine, etc. zur vergleichenden Menschenrechts- oder Diktaturforschung wären denkbar. Ebenso fehlen gastronomische Angebote und Einrichtungen für ein nachbarschaftliches Miteinander und auch für Jugendliche in Alt-Lichtenberg.

 

-Das Leitbild des Entwicklungsträgers sollte um das spezielle Archiv-, Bildungs-, Ausstellungs- und Gedenkstättenangebot, das eine überregionale Ausstrahlung hat, erweitert werden.

 

-Das Gelände ist stärker an den Lichtenberger Stadtraum anzubinden. Das Gelände sollte  besser an die Grün-. und Wegeflächen westlich der Ruschestrasse, nördlich am Stadion und Arbeitsamtsgelände und östlich am Rodeliusplatz anschließen, ggf. auch mit Hilfe von Tordurchbrüchen.

-Im Innenraum des Geländes sollte es mehr Wege geben, mehr Grün und mehr attraktive Verweilzonen geschaffen werden, die dazu anregen, das Gelände zu betreten und sich mit dem dortigen Ausstellungs- Bildungs- und Gedenkstättenangebot auseinanderzusetzen.

 

-Es ist zu überlegen, das Gelände behutsam zu entkernen und kleinere Gebäudeteilen, wie Baracken, Werkstätten und Garagen, die einer städtebaulich attraktiven Lösung im Weg stehen, aber nur geringen historischen Wert haben, zu entfernen. Eine Orientierung bietet Variante 1 im Blockkonzept des Entwicklungsträgers. 

-Es sind auch vermehrte Anstrengungen nötig, mit den

unterschiedlichen Eigentümern ins Gespräch zu kommen, um eine kooperative Nutzung für die Zukunft zu erreichen, die an den Interessen des Bezirkes und des weiterzuentwickelnden Archiv-, Bildungs-, Ausstellungs- und Gedenkstättenangebotes orientiert ist.

 

-Es ist erforderlich, nach der Bildung und Konsolidierung des Senats und der Stadtbezirksverwaltung in 2017 ressortübergreifend zügig eine Anhörung aller auf dem Gelände Beteiligter durchzuführen und einen Kreativwettbewerb auszuloben, um das Gelände ins Gespräch zu bringen, neue Ideen zu finden und entscheidende Impulse zu setzen.

 

Christian Booß

für den Vorstand, der Vorsitzende

 

 

Kontakt:

 

 

www.Buergerkomitee1501berlin.de

Buergerkomitee_1501_berlin@web.de

0171-5311140

 

 

 

 

 

Hintergrund zum Gelände

 

 

 

 

Zustand des Geländes

 

In den vergangenen Jahren ist auf dem Gelände zu wenig geschehen. Eine gewisse Belebung hat die Open-Air-Ausstellung der Robert Havemann Gesellschaft e.V. und die Neugestaltung der Ausstellung

zur Geschichte des MfS/ AfNS im sogenannten Haus 1, die von der ASTAK e.V. präsentiert wird, gebracht. Das Gesamtgelände dümpelt aber, teils verödet, vor sich hin, seitdem die Deutsche Bahn den größten Gebäudekomplex verlassen und für wenig Geld an einen Immobilienspekulanten verkauft hatte, ohne die Interessen des Bezirkes und der Stadt Berlin hinreichend zu berücksichtigen. Große Teile der Gebäude standen und stehen zum Teil noch immer jahrelang leer.

Die stärkste Belebung hat in jüngster Zeit das Gelände quasi über Nacht erfahren, als Flüchtlinge in den leerstehenden Plattenbau der ehemaligen DDR-Auslandspionage einquartiert wurden. Damit wurde dieser Teil des ehemaligen DDR-Volksvermögens endlich einmal einer sinnvollen Nutzung zugeführt, wie dies ursprünglich auch den sozialen Verwendungszwecken der DDR-Bürgerrechtsbewegung in der friedlichen Revolution und den Bürgerkomitees entsprach.

 

Seither hat sich das Gelände erfreulich belebt. Es fehlen aber weitere soziale Angebote, auch für Kinder und Jugendliche, die die Integration erleichtern und ein konfliktfreies Miteinander mit der Bevölkerung in Lichtenberg erleichtern. Wenig attraktiv hat sich der nördlichste Teil des Geländes rund um das Arbeitsamt in den ehemaligen Stasigebäuden entwickelt.

 

Geschichte des Geländes

Auf dem Gelände in Berlin-Lichtenberg, das nach dem Krieg vom sowjetischen Geheimdienst genutzt wurde, siedelte sich ab 1950 die DDR-Geheimpolizei an, die die vor allem die Aufgabe hatte, die SED-Herrschaft durch Überwachung und mit repressiven Mitteln abzusichern. Der Repressionsapparat wuchs im Laufe der Jahrzehnte auf fast 90.000 Personen an und so dehnte sich auch das Ministerium  während der DDR-Zeit immer weiter räumlich aus. Die damaligen Planungen schlossen auch das Ensemble des Hans-Zoschke-Stadion, heute auch Howoge-Arena genannt, ein. Das MfS unterhielt in der Magdalenenstraße auch eine Untersuchungshaftanstalt.

 

Auf dem Gelände zwischen der Frankfurter Allee, der Gotlinde-Rusche und Magdalenenstraße, das zu DDR-Zeiten hermetisch abgeschirmt war, arbeiteten damals mehrere tausend Personen. Im Zuge der Friedlichen Revolution wurde das Gelände am 15. Januar 1990 von Bürgerkomitees der DDR und Demonstranten gesichert. Auf Grund des politischen Druckes in der DDR, musste das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit von den letzten  DDR-Regierungen ersatzlos aufgelöst werden, auch wenn sich teilweise Seilschaften halten konnten.

 

Gegenwärtige Nutzer

Auf dem Gelände befinden sich seit 1990/91 die Stasi-Unterlagenbehörde des Bundes (BStU), die die Akten des MfS/AfNS dort verwaltet, sowie Vereine zur DDR-Aufarbeitung und Wahrung der Interessen der Opfer der SED-Diktatur und der Aufarbeitung des Kommunismus in Osteuropa. Das Bürgerkomitee ‚15. Januar‘ e.V. wurde 1991 als Verein zur DDR- und MfS-Aufarbeitung gegründet und ist eine dieser Organisationen im Haus I. Aus MfS-Zeiten sind auch Praxen zur medizinischen Versorgung geblieben.

 

Städtebaulicher Status

Das ehemalige MfS-Gelände gehört zum - vom Senat ausgerufenen - Fördergebiet Frankfurter Allee Nord (FAN) und ist zum Teil förmliches Sanierungsgebiet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildergalerie Wachstum und Ende eines Moloch